Kenjutsu wird oft als Oberbegriff für die traditionelle japanische Schwertkunst gebraucht. Im Sinne des Budogeistes wird es hier auch unterrichtet.
Da im Kenjutsu die Waffe durch ihr Eigengewicht und ihre Schärfe schneidet, tritt die körperliche Kraft des Übenden in den Hintergrund. Der technische Schwerpunkt liegt dabei mehr auf
Schnelligkeit und Präzision um so in jeden Schlag, Schnitt, Stoß oder Hieb den ganzen Körper und Geist legen zu können. Eine grundlegende Kräftigung des Körpers erfolgt über das Üben von
Grundschlägen und Katas, welche sowohl einzeln als auch mit Partner und/oder in der Gruppe trainiert werden.
Da im Schwertkampf meist nach ein bis drei Bewegungen die Begegnung entschieden ist, schult er, wie kaum eine andere Disziplin der Budokünste, die Willenskraft und den Geist der Ausübenden. Der
geistige, emotionale und spirituelle Bereich einer Persönlichkeit wird angesprochen und kann sich entwickeln.
Die effizienten, kraftvollen und ästhetischen Bewegungen des Schwertkampfes haben auch die Entstehung und Entwicklung anderer Kampfkünste beeinflusst. Selbst große Karatemeister haben den
Schwertkampf studiert um ihre Kampfkunst zu bereichern und zu perfektionieren. Meister Ankô Azato beispielsweise, der Lehrer von Meister Gichin Funakoshi, übte sich im Schwertkampf und
integrierte Bewegungen und Prinzipien daraus in sein Karate.
In diesem Sinne bietet dieses zusätzliche Angebot die Möglichkeit, seine eigene Körperschulung und sein Technikverständnis zu erweitern und die im Kenjutsu enthalten Techniken und Prinzipien,
sowie die daraus entwickelte Geisteshaltung in seinen individuellen Kampfstil zu integrieren.
Wir orientieren uns in unserem Training an der Schwertschule des Kashima Shin-Ryū, in der Linie von Meister Inaba Minoru und dem Aiki-ken, der Schwertschule im Aikido.
Geübt wird mit Holzschwertern, welche Bokken oder Bokuto genannt werden.